Archiv der Kategorie: Slideshow

Guter Prozess = Worflow?

Letzten Freitag meinte ein Bekannter, jeder gute Prozess lasse sich in einem Workflow darstellen. Natürlich können viele adminstrative Tätigkeiten durch ein Workflowsystem wirkungsvoll unterstützt werden, in kleineren Unternehmen macht das eventuell auch noch bei Logistikprozessen Sinn. Spätestens bei Produktionsabläufen gilt das allerdings nicht mehr uneingeschränkt. Auch frage ich mich, welche Tätigkeiten man bei wissensintensiven Prozessen (bspw. Ingenieurberatung) noch nach dem immer gleichen Schema definieren und abbilden soll.

Dazu fand ich im Blog von Sandy Kemsley wunderbare Slides, die sie zu Ihrer Keynote „The Changing Nature of Work“ auf der BPM 2011 Konferenz zeigte:

Ablaufdefinition

Die Gegenüberstellung von der BPM-Philosophie „if you can’t model it up front you don’t understand the process“ zur Philosophie des Adaptive Case Managements „exceptions are the new normal“ zeigt zum einen eine gewisse Grauzone zwischen den beiden Polen sowie auch ein Mangel an technischer Unterstützung in Richtung ACM. Gängige Workflowsysteme helfen hier oft nicht weiter.

Social Processes?

Klasse finde ich die Frage von Michael Rosemann auf Twitter in Antwort auf die Keynote, ob wirklich die Endnutzer die Prozesse eines Unternehmens designen sollen. Dazu möchte ich mich nächste Woche in einem Beitrag äußern.

Einbeziehung von Dritten

Gerade bei Dienstleistung hängt – das predigte man mir schon während meines Studiums – das Ergebnis extrem vom Kunden bzw. dessen Rahmenbedingungen ab. Beim Abschluss einer Versicherung gibt es dabei weniger Varianzen, als wenn man einen Hersteller zum Testdesigns eines neuen Chips berät. Und je mehr Varianz bzw. Unvorhersehbarkeit, desto weniger Tauglichkeit der Prozesse für die Umsetzung in Workflowsystemen!

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Nicht nur der gute Wille zählt!

Die Hierachien in Unternehmen werden flacher, das ist bekannt. Die unternehmensinterne Kommunikation über Abteilungs- und Ländergrenzen hinweg nimmt zu – auch das ist kein Geheimnis. Webbasierte Anwendungen (Wikis, Blogs und wie sie alle heißen) sind praktische Kommunikationshilfsmittel dafür und bieten anstelle von „starren“ Medien Möglichkeiten, sein Wissen einer Gemeinde dauerhaft Kund zu tun, Wissen ausfindig zu machen und gemeinsam auszubauen. Die Vorteile und Benefits wurden und werden zu Recht vielfach gepriesen…

Das Rezept für Wissensmanagement im Unternehmen lautet also: Man stelle den Mitarbeitern Web 2.0 Technologien zur Verfügung… und es passiert nichts. Warum nicht? Wir teilen Wissen dann gerne, wenn wir das richtige Publikum haben, das uns motiviert und Kontext schafft.

Dazu habe ich auch eine hübsche Slideshow auf Slideshare gefunden:

Noch eine Anekdote zum Thema Motivation bei Zusammenarbeit: Das ZDF zeigt in seinem Dokubeitrag Abenteuer Wissen: Der Ursprung der Kommunikation (via wissenswerk Blog), dass wir Menschen (im Gegensatz zu Schimpansen) nicht aufhören zusammenzuarbeiten, bis jeder seine Belohnung aus der Zusammenarbeit bekommen hat. Schafft man also einen für alle fruchtbaren Wissensaustausch, sobald man es erst geschafft hat, die Zusammenarbeit mit Wikis oder Blogs ins Rollen zu bringen?